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Vom Beitel bis zum Hammer

Holzverarbeitung ist ein Handwerk für sich. Schon seit der Entwicklung des Homo sapiens wird Holz als meistverwendetes Baumaterial genutzt. Während es anfangs zu massiven Hütten zusammengebunden worden ist werden heute mit Hilfe der Zerspanung passgenaue Balken und Bretter zu wahren Meisterwerken verarbeitet. Die Zerspanung ist dabei das Herstellen von Werkstücken, wobei überschüssiges Material in Form von Spänen entfernt wird. Ein Handwerk das nicht nur Kunstschnitzer perfekt beherrschen, sondern auch Zimmermänner und natürlich Schreiner. Folgend wird erklärt wie das Zerspanen nicht nur am genauesten durchgeführt wird, sondern auch am sichersten. 

Die Werkzeuge

Wer für die eigenen vier Wände selbst ans Werk geht braucht das richtige Werkzeug. Dazu gehört neben einem robusten Arbeitsoverall, wie zum Beispiel dem qualitativ hochwertigen EMERTON, auch das Klopfholz und das korrekte Stemm- und Stecheisen, auch Stemm- und Stechbeitel genannt. Gerade bei diesen genauen Werkzeugen kommt es auf die richtige Wahl an. Zuerst einmal die grobe Unterscheidung:

  • Stemmeisen dienen meist der Vorbereitung und der groben Konturengebung des Holzes. Sie sind breiter und generell etwas gröber.
  • Stecheisen sind im Gegensatz dazu etwas feiner, also dünner. Dadurch können Kanten und Flächen genauer bearbeitet werden.

Dabei unterscheidet man beispielsweise noch das Hohleisen, das wohl als Stecheisen gilt aber nochmal feiner ist und zum Ausarbeiten von Löchern und Hohlkehlen geeignet ist.

Zu guter Letzt fehlt noch der Hammer. Als Klopfholz bezeichnet dient eine große Schlagfläche aus Holz für das perfekte Treffen des Holzgriffes des Eisens. Einen großartigen Überblick und vor allem eine große Auswahl an Beiteln lässt sich –wie alles- im Internet finden. Dabei sollten Sie sich schon vor der Bestellung darüber bewusst sein was mit dem Werkzeug genau gespant werden muss. Denn je nach Bedarf hat möglicherweise auch ein Dreheisen Sinn.

Die Beitel schleifen

Bei der Arbeit mit den Beiteln wird die Kante zum Spanen, auch Schneidkeil genannt, von Mal zu Mal stumpfer. Deshalb muss geschliffen werden. Dazu eignen sich Trockenschleifvorgänge auf Schleifböcken oder Pendelschleifmaschinen, doch auch wassergekühlte Schleifsysteme wie Topf- und Stirnscheiben können genutzt werden. Wer sich nicht allzu häufig damit beschäftigt, dem kann ein klassischer Schleifblock oder eine Pendelschleifmaschine empfohlen werden. Diese sind einfach in der Handhabung und günstig in der Anschaffung. Sie können in manchen Baumärkten auch geliehen werden, was die Kosten entsprechend reduziert.

Dann kommt es nur noch auf den Schleifwinkel an. Dieser wird vor allem von Profis je nach Holzart, Metall des Beitels und gewünschter Bearbeitungsart (quer oder längs) geändert. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass für mittelhartes Holz ein Schleifwinkel von 25 Grad empfohlen wird. Dies trifft auf die meisten Anwendungen zu und kann somit auch als eine Art Faustformel behandelt werden.

Als letztes noch ein Tipp: Je nach der Belastung und des Holzes kann das Spanen sehr anstrengend sein und Blasen oder wunde Stellen an der Hand hervorrufen. Ein Arbeiten in engen, passenden Arbeitshandschuhen ist deshalb empfehlenswert. Ansonsten gilt: vorsichtig sein und frohes Spanen!

 



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